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28.07.2010 - Vogtland Arena Allgemein

Schuster: „Wahrheit liegt auf der Schanze“

Klingenthal. Etwa 500 Schaulustige haben am Mittwochmorgen das Training der deutschen Skispringer in der Vogtland Arena verfolgt.

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Ganz nah an den Fans: Martin Schmitt hatte viele Autogrammwünsche zu erfüllen. Foto: Brand-Aktuell

Michael Uhrmann, Martin Schmitt und Co. sprangen gut zweieinhalb Stunden, Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich mit der Einheit zufrieden: „Die Saisonvorbereitung läuft bislang insgesamt sehr gut. Wir haben zwar weniger Lehrgänge gemacht als im vergangenen Jahr, dafür aber umso intensiver gearbeitet.“
Ein Schwerpunkt in der Vorbereitung lag auf der Anpassung ans neue Reglement des Internationalen Skiverbandes. Der vorgeschriebene Bodymaßindex (BMI) wurde erhöht, die Athleten springen außerdem mit kürzeren Ski. Schuster: „Das ist natürlich eine Umstellung. Außerdem haben wir uns auch mit den Bindungen beschäftigt.“
Den „Bindungs-Stein“ ins Rollen brachte Anfang des Jahres der Schweizer Simon Ammann, mittlerweile arbeiten auch die Österreicher um Gregor Schlierenzauer an ihren Systemen. Sorgen wegen der offensichtlichen Materialschlacht macht sich der Bundestrainer allerdings nicht: „Die Geheimniskrämerei zählt wohl in erster Linie zur psychologischen Kriegsführung. Natürlich müssen wir versuchen, technisch auf einen ähnlichen Stand zu kommen.“ Der bekennende Psychologie-Fan arbeitet dennoch weiter intensiv an der mentalen Stärke seiner Springer: „Im Skispringen ist es wie im Golf. Das Entscheidende passiert im Kopf. Die Athleten müssen das nötige Selbstvertrauen haben. Letztlich liegt die Wahrheit auf der Schanze.“

Zum Auftakt des Sommer Grand Prix am übernächsten Wochenende in Hinterzarten setzt Schuster auf die erfolgreichen Starter der Deutschen Meisterschaften. „Die ersten Fünf sind gesetzt.“ Die weiteren Starter neben Michael Uhrmann, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Severin Freund und Andreas Wank werden bei einem internen Ausscheid ermittelt.
Die Hoffnungen für die neue Saison werden wohl einmal mehr auf den Routiniers Schmitt, Uhrmann und Neumayer ruhen. Speziell Martin Schmitt ist voller Tatendrang: „Die Olympischen Spiele in Vancouver haben mir noch mal einen Schub gegeben. Ich habe weiterhin viel Spaß am Springen und freue mich besonders auf die Weltmeisterschaft am Holmenkollen.“

Zuvor aber machen die DSV-Adler noch mindestens zweimal Station in Klingenthal. Neben dem Weltcup bei der TelDaFax FIS-Team-Tour im Februar steht zunächst einmal das Finale des Sommer Grand Prix am 2. und 3. Oktober an. Tickets für das Stelldichein der Weltstars gibt es im Internet unter www.vogtlandarena.de.

(© VSC Klingenthal)

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